Kinder, Küche, Kämpfe

Ergebnisse der „kleinen Befragung“ zu Sorgearbeit auf der Krisenbündnisdemo

Sorgearbeit hat viele Facetten, so eines der Ergebnisse der kleinen Befragung zu Sorgearbeit auf der „Wir sind wütend“ Demo des Krisenbündnisses vom 9.2.2013. Sorgearbeit umspannt sämtliche Bereiche unseres Alltages, sei dies nun wie wir wohnen, welche alltäglichen Unterstützungsnetzwerke wir uns schaffen, wie das Gesundheitssystem beschaffen ist oder eben, wie Kinderbetreuungsarbeit organisiert und unterstützt wird. Dies alles wird zunehmend vermarktlicht und ökonomisiert und die Verantwortung der Politik wird den Betroffenen z. B. den in diesem Bereich arbeitenden PädagogInnen zugeschoben, oder den Eltern, die sich eben selbst um die Betreuung kümmern müssen und damit schnell an ihre Belastungsgrenzen stoßen. So der Tenor der Befragten. Spannend ist auch, dass alle Befragten konkrete sich ergänzende Vorschläge eingebracht haben, die auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen und Verbesserungen bei Sorgearbeit (in ihrer Komplexität) berücksichtigen, sei es nun solidarisches Wohnen in Unterstützungsnetzwerken, ein Strukturwandel von entlohnter Betreuungsarbeit und deren Anerkennung sowie Entvergeschlechtlichung, eine grundlegende Veränderung des Gesundheitswesens das Beziehungen und Bedürfnisse der Betroffenen jenseits von Profitlogiken und AktionärInneninteressen in den Mittelpunkt stellt. Auch ein Grundeinkommen als gesellschaftliche Grundbedingung für die grundlegend andere Verteilung von Arbeit wurde genannt.

Die Befragung wurde durchgeführt von der Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. (iL)

Wir werden uns mit dem Thema Sorgearbeit weiter beschäftigen und unsere Aktivitäten hierzu in nächster Zeit noch vertiefen. Nähere Infos findet ihr dann auf unserem Blog: http://gruppedissident.blogsport.de/

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